Ich - land [Phase 1,2 von 4]

In ca. zwei Wochen mehr. Bis dahin trocknet eigenes und ich mir über den "toten layer"  und über die weiteren Farben Gedanken machen.

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Kommentare: 2
  • #1

    rachi (Montag, 07 April 2014 00:29)

    Die Farbe hat aufjedenfall einen Mehrwert. Selbst wenn ich Inhaltlich auf den ersten Blick keinen Zugang zu deinen Bilder hätte, vermittelt die Farbe doch mindestens eine gewisse Grundstimmung die erstmal eine emotionale Bindung/Tiefe in dem Bild erzeugt. Dann ist man auch eher gewill sich länger mit dem Bild zu beschäftigen, da die erste Hürde, der Zugang, schon mal genommen ist. Selbst wenn man es nicht versteht, kann man also auf den ersten Blick abschätzen, welches Gefühl du mit der Idee verbindest.

    Ich habe mich demnach also geirrt, Farbe ist nicht überflüssig und man kann auch nicht alles mit Schwarz/Weiß darstellen.
    Schwarz/Weiß eignet sich sehr gut, wenn man nur klare Informationen ohne Umwege vermitteln will. Da reicht es völlig, wenn man die Handlung und die Objekte klar erkennen kann, also wenn man sofort verstehen soll worum es geht.
    Das ist z.B. bei Filmen, Büchern oder Comics der Fall. Daher funktionieren diese Medien in der Regel auch ohne Farbe. Farbe ist für diese Medien eher ein ästhetisches Extra aber für das direkte Erzählen bzw. die Informationsvermittlung zu 99% nicht nötig.

    Bei deinen Bildern ist es aber etwas anders. Die Bilder dienen nicht nur zur unmittelbaren Informationsvermittlung. Es hat nicht das Ziel, leicht und direkt verständlich zu sein.
    In dem Fall stände der Beobachter, anders als beim Film oder beim Comic, hier erst mal mit nichts da, da ihm das Bild keine direkten Informationen vermittelt, es aber auch nicht den Anspruch hat "schön" zu sein.

    Die Farbe ist hier tatsächlich ein Ausweg, da sie unterschwellige emotionale Informationen direkt vermittelt. So steht man als Betrachter nicht gleich mit nichts da, das Interesse wird geweckt und man denkt vielleicht länger über mögliche tiefere Bedeutungen nach. Ob man die nun findet oder nicht, spielt dann auch keine zwingende Rolle. Der Betrachter hat zumindest durch die Farbe eine Atmosphäre und Assoziation vermittelt bekommen, die tatsächlich geschaffen würde. Er wurde also nicht einfach nur "verwirrt" oder seiner Zeit beraubt, ohne etwas dafür zu bekomen. Letzten Endes hat er durch das Betrachten zumindest immer die emotionale Information erhalten.

  • #2

    a. (Donnerstag, 10 April 2014 15:39)

    Dank Dir zunächst für die recht große Kritik.

    Ich denke und nehme auch selbst wahr, dass man die Farbe durchaus als eine direktere und intuitivere Art der Ausdrucks bezeichnen kann.

    Im Schwarz/ Weiss Denken geht es zunächst "nur" um Kontraste und Konturen, mit denen man hübsche Texturen und Schaffuren erschaffen kann. Technisch gesehen ist mir beim Zeichnen eben Dieses das persönlich Wichtigste.

    Ich habe dieses Motiv nun zwei mal produziert und in der Tat ist die farbige Variante ist in diesem Zustand schon etwas vielschichtiger geworden, da ich wahrscheinlich nur mit der Farbe eine ausreichend tiefe Atmosphäre ezeugen kann. Zumal mir Öl viel verzeiht- im Gegensatz zu Papier und Beisift.

    Hier hat dich anscheinend die Atmosphäre auf direkter Weise angesprochen, wodurch irgendeine Art von Vermittlung stattfinden konnte. Das freut mich insgeheim.