Ahu

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Kommentare: 3
  • #1

    rachi (Donnerstag, 28 August 2014 15:51)

    Gefällt mir sehr gut, diese Darstellung eines glatzköpfigen Mannes im Mantel, dem wohl eine Antenne aus dem Kopf wächst und der von einer Steintafel Hieroglyphen liest. Auch der Vogel mit dem Spiegel als Kopf gefällt mir. Der Hintergrund wirkt so als würde er bei Kerzenschein lesen.

    Die Seiten funktionieren auch allein, da jede einen Fokus hat und an sich von der Komposition schon ausbalanciert ist.

    Von der Bedeutung her, denke ich nicht, dass es symbolisch zu verstehen ist bzw. im übertagenden Sinne. In der Welt die das Bild darstellt ist das wahrscheinlich ein völlig reale Alltagsszene. Alle Elemente des Bildes sind in dieser Welt real vorhanden und haben keine weitere symbolische Bedeutung. Es ist eher wie in einem Fantasy- oder Sciencefictonroman, in denen oft die Besonderheiten und der Aufbau fremden Lebens beschrieben wird.

    Da man hier aber nur einen Ausschnitt aus der Lebensweise in dieser Fantasiewelt sieht, denke ich es geht um die rein ästhetische Wirkung dieser konkreten Szene in der Fantasiewelt.



    Was vielleicht auch noch eine Möglichkeit wäre ist, dass es sich um einen Mann handelt, der gerade zufällig eine Steintafel mit eingeritzten Symbolen gefunde hat, während eine Antenne gerade vom Dach herunter fällt und in seinem Kopf stecken bleibt. Der Vogel ist ein altes ausgestopftes Tier, das auch herunter gefallen ist und im Mantel stecken geblieben ist. Der Kopf des Vogels ist abgefallen und gerade in dem Moment prallt ein herunter gefallener Spiegel an dem Vogel ab und sieht so aus, als wäre es an der Position des Kopfes.
    Das Ganze wäre dann natürlich eine absolute Momentaufnahme.

    Wie beim Ersten denke ich aber auch hier, dass es in erster Linie um die ästhetische Wirkung der Komposition und der Elemente in dieser Momentaufnahme geht.

    Allerdings wäre das natürlich schon eher Spekulation, daher denke ich es ist eher die erste Bedeutung richtig.

  • #2

    a. (Mittwoch, 03 September 2014 21:31)

    Dank dir für deinen recht langen Wortfluss.

    Das interessante am Bild ist doch, dass gerade der Ausschnitt und die Begrenzung des Sichrbarem dazu anregen kann, die unsichtbaren Leeren und Lücken selber mit der eigenen Phantasie und Emotionen zu füllen.

    Wenn ein Bild dieses "Vielleicht" und eine ansprechende Ästhetik in sicht trägt, dann hat es auch beste Vorraussetzungen dafür eine von vielen Möglichkeiten in der Erweiterung des Betrachters zu werden.

  • #3

    rachi (Donnerstag, 04 September 2014 12:47)

    Ja, das mit dem angedeutetem Raum, da man nur einen Ausschnitt sieht, habe ich ja bereits angerissen.

    Ich denke, dass er sich auf einem fremden Planeten befindet, wo das Leben halt so aussieht. Im Hintergrund ist eine schattierte weisse Fläche gezeigt. Das könnte Stoff sein und da man keine Ecken sieht, glaube ich, dass er sich in einem runden Zelt befindet.

    Oder meinst du etwa, dass alle Elemente hier nur Symbole sein sollen?